Gesundheit
Körperfett-Rechner
Körperfettanteil aus Größe, Hals-, Taillen- und Hüftumfang nach der Navy-Methode, mit Normalbereich nach Alter.
Aktualisiert:
Ergebnis
Aktualisiert sich beim TippenGeschätzter Körperfettanteil
18,8 %
- Einordnung
- Im Normalbereich
- Normalbereich (20–39 Jahre)
- 8–19,9 %
- Fettmasse
- 15,0 kg
- Fettfreie Masse
- 65,0 kg
- Bauch − Hals
- 50 cm
So wird gerechnet
Die Methode der US Navy schätzt den Körperfettanteil aus der Körpergröße und einigen Umfängen. Bei Männern zählt der Unterschied zwischen Bauch (auf Nabelhöhe) und Hals, bei Frauen Taille plus Hüfte minus Hals. Die Formeln, die das Naval Health Research Center 1999 dem US-Verteidigungsministerium empfohlen hat, rechnen in Zoll; Zentimeter werden deshalb zuerst durch 2,54 geteilt.
Diese Formeln sind eine Neuberechnung der Zentimeter-Gleichungen von Hodgdon und Beckett (1984) an denselben Stichproben. Die ursprüngliche Fassung schätzt die Körperdichte und rechnet sie mit der Siri-Formel in Körperfett um:
Bei üblichen Maßen liegen beide Fassungen nah beieinander: 18,8 % und 18,7 % für den Mann im Beispiel unten. Messen Sie am Ende einer normalen Ausatmung, das Maßband anliegend, aber ohne Druck.
Rechenbeispiel
Ein Mann, 178 cm groß, Halsumfang 38 cm, Bauchumfang 88 cm, Gewicht 80 kg:
- Bauch − Hals: 88 − 38 = 50 cm = 19,69 Zoll; Größe: 178 / 2,54 = 70,08 Zoll
- 86,01 × log10(19,69) − 70,041 × log10(70,08) + 36,76 = 18,8 %
- Fettmasse: 80 × 18,8 / 100 = 15,0 kg; fettfreie Masse: 65,0 kg
Körperfett-Tabellen
Normalwerte für Körperfett nach Alter
Körperfettanteile, die bei Erwachsenen einem BMI von 18,5, 25 und 30 entsprechen, gemessen von Gallagher und Kollegen (2000) mit einem Vier-Komponenten-Modell. Der Normalbereich entspricht BMI 18,5–25. Die Autoren sehen darin einen Ansatz für Richtwerte, keine festen Grenzen; die Tabelle gilt für afroamerikanische und weiße Erwachsene, bei Menschen asiatischer Herkunft liegen die Werte einige Punkte höher.
| Gruppe | Niedrig | Normal | Erhöht | Adipositas |
|---|---|---|---|---|
| Gruppe: Männer, 20–39 Jahre | Niedrig< 8 % | Normal8–19,9 % | Erhöht20–24,9 % | Adipositas≥ 25 % |
| Gruppe: Männer, 40–59 Jahre | Niedrig< 11 % | Normal11–21,9 % | Erhöht22–27,9 % | Adipositas≥ 28 % |
| Gruppe: Männer, 60–79 Jahre | Niedrig< 13 % | Normal13–24,9 % | Erhöht25–29,9 % | Adipositas≥ 30 % |
| Gruppe: Frauen, 20–39 Jahre | Niedrig< 21 % | Normal21–32,9 % | Erhöht33–38,9 % | Adipositas≥ 39 % |
| Gruppe: Frauen, 40–59 Jahre | Niedrig< 23 % | Normal23–33,9 % | Erhöht34–39,9 % | Adipositas≥ 40 % |
| Gruppe: Frauen, 60–79 Jahre | Niedrig< 24 % | Normal24–35,9 % | Erhöht36–41,9 % | Adipositas≥ 42 % |
Männer: Körperfett nach Bauchumfang
Größe 178 cm und Halsumfang 38 cm bleiben gleich.
| Bauchumfang | Körperfett |
|---|---|
| 80 cm | 12,3 % |
| 85 cm | 16,5 % |
| 90 cm | 20,3 % |
| 95 cm | 23,7 % |
| 100 cm | 26,8 % |
| 105 cm | 29,7 % |
| 110 cm | 32,4 % |
Frauen: Körperfett nach Taillenumfang
Größe 165 cm, Halsumfang 32 cm und Hüftumfang 100 cm bleiben gleich.
| Taillenumfang | Körperfett |
|---|---|
| 65 cm | 25,1 % |
| 70 cm | 27,7 % |
| 75 cm | 30,2 % |
| 80 cm | 32,7 % |
| 85 cm | 35 % |
| 90 cm | 37,3 % |
| 95 cm | 39,5 % |
Häufige Fragen
Welcher Körperfettanteil ist normal?
Einen amtlichen Grenzwert gibt es nicht. Gallagher und Kollegen (2000) haben ermittelt, welcher Körperfettanteil einem BMI von 18,5 bis 25 entspricht: 20–39 Jahre: Männer 8–19,9 %, Frauen 21–32,9 %; 40–59 Jahre: Männer 11–21,9 %, Frauen 23–33,9 %; 60–79 Jahre: Männer 13–24,9 %, Frauen 24–35,9 %. Einem BMI von 30 entsprechen je nach Alter 25 % bis 30 % bei Männern und 39 % bis 42 % bei Frauen. Die Autoren verstehen das als Ansatz für Richtwerte, nicht als feste Grenzen; bei Menschen asiatischer Herkunft liegen die Werte höher. Wenn Sie Ihr Alter angeben, ordnet der Rechner Ihr Ergebnis ein.
Wie berechnet man den Körperfettanteil mit dem Maßband?
Die Navy-Methode setzt bei Männern Größe, Hals- und Bauchumfang, bei Frauen zusätzlich den Hüftumfang in eine logarithmische Formel ein. Ein Mann mit 178 cm Größe, 38 cm Halsumfang und 88 cm Bauchumfang kommt auf 18,8 %; eine Frau mit 165 cm, 32 cm Hals, 72 cm Taille und 98 cm Hüfte auf 27,7 %.
Wo genau wird gemessen?
Nach dem Messleitfaden der US Navy: Hals direkt unterhalb des Kehlkopfs, das Band senkrecht zur Halsachse und vorne leicht nach unten geneigt. Bauch bei Männern: auf Höhe des Bauchnabels, die Arme locker an den Seiten. Taille bei Frauen: an der schmalsten Stelle des Bauchs, meist etwa in der Mitte zwischen Nabel und unterem Ende des Brustbeins; ist sie schwer zu finden, an mehreren Stellen messen und den kleinsten Wert nehmen. Hüfte: über der stärksten Vorwölbung des Gesäßes, von der Seite gesehen, das Band waagerecht. Messen Sie am Ende einer normalen Ausatmung, ohne das Band in die Haut zu drücken, und nehmen Sie den Mittelwert aus drei Messungen.
Wie genau ist die Navy-Methode?
Die Formeln wurden an Marineangehörigen entwickelt, deren Körperfett durch Unterwasserwiegen bestimmt wurde. Der Standardschätzfehler beträgt bei Männern 3,52 und bei Frauen 3,61 Prozentpunkte; der tatsächliche Wert kann also durchaus einige Punkte darüber oder darunter liegen. Hinzu kommt die Messtechnik: In den Beispielen oben verschiebt 1 cm mehr Bauch- oder Taillenumfang das Ergebnis beim Mann um 0,7 und bei der Frau um 0,5 Punkte. In einer neueren Navy-Stichprobe lagen die Formeln im Vergleich mit einem Vier-Komponenten-Referenzverfahren im Mittel um 0,8 (Männer) bzw. 2,0 Prozentpunkte (Frauen) zu hoch. Entwickelt wurden sie an Soldaten von 18 bis 56 und Soldatinnen von 18 bis 44 Jahren; bei sehr schlanken, sehr schweren oder älteren Menschen kann der Fehler größer sein.
Warum wird das Gewicht nicht benötigt?
Die Navy-Formeln schätzen den Fettanteil allein aus Größe und Umfängen. Wenn Sie Ihr Gewicht angeben, zeigt der Rechner zusätzlich, wie viele Kilogramm davon Fett sind und wie viel fettfreie Masse (Muskeln, Knochen, Organe und Wasser) bleibt.
Warum gibt es kein Ergebnis, wenn der Bauch kleiner ist als der Hals?
Die Formel für Männer nimmt den Logarithmus aus Bauch- minus Halsumfang. Ist die Differenz null oder negativ, ist der Logarithmus nicht definiert. Meist wurde dann an der falschen Stelle oder in der falschen Einheit gemessen; der Rechner nennt in diesem Fall den Grund statt einer Zahl.
Ist der Körperfettanteil aussagekräftiger als der BMI?
Beide beantworten unterschiedliche Fragen. Der BMI kennt nur Größe und Gewicht und unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskeln. Umfänge erfassen, wo sich Fett ansammelt, und trennen deshalb einen muskulösen von einem übergewichtigen Menschen besser. Beides sind Schätzungen; eine Messung etwa per DEXA ersetzen sie nicht.
Nutzt das US-Militär diese Methode noch?
Das Naval Health Research Center hat die Formeln 1999 dem US-Verteidigungsministerium empfohlen, die Streitkräfte haben sie lange verwendet. Die US Army ist im Juni 2023 mit der Army Directive 2023-11 auf eine Messung an nur einer Stelle umgestiegen. Dieser Rechner verwendet die Methode mit Hals, Taille und Hüfte, die meist gemeint ist, wenn von der Navy-Formel die Rede ist.
Quellen
- Hodgdon JA, Friedl K. Development of the DoD body composition estimation equations. Naval Health Research Center, Technical Document No. 99-2B, 1999 (die dem US-Verteidigungsministerium empfohlenen Zoll-Formeln, Tabellen in Anhang A)
- U.S. Navy — Guide 4: The Body Composition Assessment (BCA), Januar 2016 (Messstellen; Kopie auf der Website des U.S. Public Health Service)
- Gallagher D, Heymsfield SB, Heo M et al. Healthy percentage body fat ranges: an approach for developing guidelines based on body mass index. Am J Clin Nutr 2000;72:694–701, Tabelle 4 (Körperfett entsprechend BMI 18,5, 25 und 30)
- Hodgdon JA, Beckett MB. Prediction of percent body fat for U.S. Navy men from body circumferences and height. Naval Health Research Center, Report No. 84-11, 1984 (Dichteformel und Messstellen)
- Hodgdon JA, Beckett MB. Prediction of percent body fat for U.S. Navy women from body circumferences and height. Naval Health Research Center, Report No. 84-29, 1984 (Dichteformel)
- U.S. Army — Army publishes new body fat assessment guidance (12. Juni 2023, Army Directive 2023-11: Messung an nur einer Stelle)
Das Ergebnis ist eine Schätzung aus Maßbandwerten; Messstelle und Technik können es um mehrere Punkte verschieben. Es ist keine medizinische Beratung oder Diagnose. Kinder, Schwangere und Menschen mit Erkrankungen sollten ärztlichen Rat einholen.